Category Archives: BiMaRa Essays

Im Rahmen der Lehrveranstaltung verfassen die Studierenden im Wintersemester 2020/21 Essays zu den Schwerpuntthemen der Vortragsreihe. Besonders gelungene Essays werden von Cornelia Springer in Absprache mit den Autor*innen an dieser Stelle auf dem Blog veröffentlicht. Verantwortlich für die Absprache mit Autor*innen, Auswahl und Veröffentlichung ist Cornelia Springer. Die externe Initiative Bildung-Macht-Rassismus steht nicht in Verbindung mit der Veröffentlichung der Essays.

Auf Augenhöhe unter die Arme greifen: Entwicklungszusammenarbeit oder eine neue Form des Kolonialismus?

von Virginija Lickunaite

„Buy this! It´s from your country!“, hörte ich, als ich in Takoradi in Ghana am Marktplatz vorbeischlenderte. Eine an den Schultern und Händen mit Second-Hand-Klamotten behängte Frau riss mich aus meinen Gedanken. Wiederholt wurden mir die negativen Auswirkungen eines weißen Helfersyndroms vor Augen geführt. Ich stammelte nur ein verlegenes „No, thanks“.

Nach Ghana war ich mit besten Intentionen und einem naiven Glauben an den Sinn der entwicklungspolitischen Freiwilligenarbeit gekommen. Nach wenigen Tagen brach ich meinen angeblichen Einsatz für Gerechtigkeit ab und begann zu hinterfragen: Was geht hier eigentlich vor sich?

Freiwillige, teilweise gerade erst das Abitur in der Tasche, halten Vorträge vor der lokalen Bevölkerung über Menschen- sowie Kinderrechte und klären sie über die Vorteile der Bildung für ihre Kinder auf. Freiwillige aus Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden unterrichten Englisch, ohne Muttersprachler*innen zu sein oder jegliche pädagogische Qualifizierung zu haben. Freiwillige, die einmal um den Globus fliegen und tonnenweise CO2 ausstoßen, um sich für die Umwelt zu engagieren. Freiwillige, die, um mit Kindern ein paar Wochen zu spielen, tausende Euros ausgeben, mit denen wahrscheinlich einige Klassenzimmer finanziert werden könnten.

Dass der umgekehrte Fall in Europa keineswegs möglich wäre, verdeutlicht die Problematik mit dem Überlegenheitsdenken der Weißen. Würde beispielsweise jemand in Deutschland seine Kinder von einer Person unterrichten lassen, die dafür keinerlei Qualifizierung besitzt? Nein. Nicht mal jeder ausländische Schulabschluss wird in Deutschland anerkannt. Warum sollte das also in einem afrikanischen Land akzeptabel sein? Vermutlich würden sogar alle Versuche, jungen Leuten aus dem globalen Süden ein Praktikum in Deutschland zu ermöglichen, aufgrund der Visa-Bestimmungen oder aus finanziellen Gründen scheitern. Continue reading

„Semra, wir hätten dich gerne gehört.“

von Isabelle Waßmuth

„Semra, wir hätten dich gerne gehört.“ Mit diesen Worten endet Prof. Dr. Paul Mecheril seinen Abschnitt, sein Bruchstück „Die Fackel des Körpers“. Er spricht in diesem Teil seines Vortrags über Semra Ertan. Ich höre ihren Namen zum zweiten Mal in dieser Vortragsreihe, auch Ibrahim Arslan las das Gedicht „Mein Name ist Ausländer“ von Semra Ertan zu Beginn seines Vortrags vor. Ich frage mich: Wer war diese Frau? Warum höre ich erst jetzt ein Gedicht von ihr? Warum erfahre ich erst jetzt über ihr Leben?

Mich berühren Semra Ertans Gedichte und ihre Geschichte zutiefst. Ob es daran liegt, dass sie etwa in meinem Alter ist, als sie stirbt? Oder dass sie in Kiel lebte, wo auch ich aufwuchs? Sicherlich sind dies Faktoren, die es begünstigen, aber am meisten berührt mich, dass diese junge Frau ihr Leben geopfert hat, um zu protestieren, um ein politisches Zeichen zu setzten, um aufzuzeigen, dass Rassismus ein Teil dieser Gesellschaft ist und diese rassistische Realität Menschen zu Ausländer*innen macht, Menschen ausgrenzt, verletzt und vernichtet.

Semra Ertan wurde am 26.Mai 1957 in Mersin in der Türkei geboren und zog 1971 zu ihren Eltern nach Kiel, die dort bereits als Arbeitsmigrant*innen lebten. Bereits mit 15 Jahren begann sie zu schreiben, und diese Leidenschaft begleitete sie ihr ganzes Leben. Ihre Familie bezeichnet sie als Poetin, Arbeiterin und politische Aktivistin, die unentwegt gegen Rassismus und für die Gleichberechtigung von Frau und Mann kämpfte. Dieser Kampf war sehr vielseitig, so setzte sich Semra Ertan mit gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten genauso auseinander wie mit der fehlenden Gleichstellung der Geschlechter. Ihr Leben als Teil der arabischsprachigen alevitischen Minderheit war geprägt durch gesellschaftliche Verachtung in Deutschland und gleichzeitige Diskriminierung und Ablehnung in der Türkei. Diese doppelte Ablehnung und ihre Lebensumstände trieben Semra Ertan in seelisches und körperliches Leiden, welches sie in ihren Werken verschriftlicht.

Am 24. Mai 1982 setzte sich Semra Ertan an der Simon-von-Utrecht-Straße in Hamburg selbst in Brand. Einige Tage davor war sie in den Hungerstreik getreten. Mit nur 25 Jahren verbrennt sich Semra Ertan öffentlich, um gegen den immer weiter zunehmenden Rassismus in Deutschland zu protestieren, um ein politisches Zeichen zu setzen, dass Rassismus als allgegenwärtige Realität Menschen verachtet, verletzt und schließlich auch vernichtet. Sie stirbt zwei Tage danach und ihr Geburtstag wird zu ihrem Todestag. Kurz nach ihrem Tod zitierte eine Zeitung folgende Worte:

Ich möchte, dass Ausländer nicht nur das Recht haben, wie Menschen zu leben, sondern auch das Recht haben, wie Menschen behandelt zu werden. Das ist alles. Ich will, dass die Menschen sich lieben und akzeptieren. Und ich will, dass sie über meinen Tod nachdenken.“ (Semra Ertan 1982)

Warum habe ich also erst jetzt von dieser starken, mutigen Poetin und politischen Aktivistin gehört? Meiner Meinung nach liegt es auf der einen Seite daran, dass dieser Teil der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands, die Zeit, in der Arbeitsmigrant*innen nach Deutschland kamen, viel zu wenig thematisiert wird, bzw. dabei vollkommen ausgelassen wird, wie sich die Betroffenen fühlen, was ihre Gedanken und Wünsche waren und sind. In der Schule wurde das Thema „Gastarbeiter*innen“ bei mir nur sehr kurz und einseitig angesprochen und damit die Lebenswelten der angesprochenen Menschen verschwiegen und übergangen. Auf der anderen Seite denke ich, als weiß-positionierte und dadurch privilegierte Frau, dass das Thema Rassismus und die Tatsache, dass Rassismus immer noch ein beständiger Teil unserer Gegenwart ist, in unserer Gesellschaft gerne verdrängt und abgetan wird. Wie auch Prof. Dr. Paul Mecheril in seinem Vortrag sagte: Es kann schmerzhaft und beschämend sein, sich mit den eigenen rassistischen Vorurteilen und Denkweisen auseinanderzusetzen und es ist nie einfach sich dem Thema Rassismus anzunähern, aber es ist doch von äußerster Notwendigkeit und Dringlichkeit, um alle Menschen zu sehen, zu hören und anzuerkennen.

Ich will leben,
Wie ich es mir wünsche…
Ich will lieben,
Geliebt werden,
Wie es sich mein Herz erträumt…
Mit reinem Herzen
Möchte ich erfahren
Die Schönheit der Welt,
Schöne Menschen,
Ich will leben,
Wie es sich mein Herz erträumt …
(Semra Ertan 1982)

Semra Ertans Gedichte leben weiter und ihre Familie wüscht sich, dass auch in Schulen ihre Gedichte gelesen und thematisiert werden. Ich kann diesem Wunsch nur zustimmen, denn ihre Gedichte berühren und treffen direkt ins Herz. Rassismus ist in Deutschland nicht weniger geworden und deshalb steigt die Notwenigkeit sich mit der Geschichte und den Werken von Semra Ertan und anderen Dichter*innen auseinanderzusetzen und rassismuskritisch Denken und Handeln zu lernen.

Semra, ich hätte dich gerne gehört.

Quellen:

Bilir-Meier, Zühal/ Bilir-Meier,Cana (Hrgs.). (2020). Semra Ertan. Mein Name ist Ausländer. Gedichte. Münster: edition assemblage.

Vortrag „Subjekt – die Ordnung – das Leben“ von Prof. Dr. Paul Mecheril am 28.1.2021

Immerhin hing an der Tür ein Schild mit der Aufschrift „Schule ohne Rassismus“

Essay von Janine Ketzner

Schon lange steht fest, dass in deutschen Schulen nicht oder nicht angemessen über das Thema Rassismus gesprochen wird. Immer wieder berichten People of Color von den rassistischen Anfeindungen durch Mitschüler*innen und Lehrkräfte, denen sie mangels systemischer Unterstützung ausgeliefert sind. Unter der Spitze des Eisbergs liegen nicht nur ungerechte Notenvergabe und Lehrer*innenempfehlungen – auch die Lektürelisten zeichnen sich durch mangelnde Diversität aus, sodass die weißen Schüler*innen in der Perspektive der weißen Kolonisator*innen verhaftet bleiben.

Dieses strukturelle Problem tritt jedoch nicht nur in Gegenwart von People of Color auf. Auch in deren Abwesenheit können gefährliche Mechanismen beobachtet werden, die weiße Solidarität festigen, statt Privilegien zu hinterfragen und den Raum für Perspektiven jenseits der weißen Norm zu öffnen.

Durch das Wissen, das ich heute habe, bin ich zum ersten Mal in der Lage kritisch zu hinterfragen, was mir in der Schule über den Kolonialismus beigebracht wurde. Es war nicht so, als wäre die Geschichte des Rassismus in der Schule gar nicht erwähnt worden. Ganz im Gegenteil. Im Geschichtsunterricht wurde uns lang und breit erklärt, was Kolonialismus ist und dass das Deutsche Reich da anscheinend auch mitgemischt hat – allerdings nur „ganz kurz, und längst nicht so schlimm wie Frankreich oder England“. Kein Wort allerdings darüber, dass deutsche Privatleute sich am transatlantischen Sklav*innenhandel bereicherten, lange bevor das Deutsche Reich überhaupt gegründet wurde und sich ganz offiziell in die Verwicklungen des Imperialismus einschaltete. Continue reading

Eine Gedankenreise in vielfältige Spielwelten

Essay von Lea Schurat

Ich möchte mich auf eine Gedankenreise begeben, auf eine Reise durch vielfältige Spielzimmer. Die Vielfalt der Kinder und deren Lebenswelten ist unbestritten, aber was wäre, wenn diese Vielfalt sich nun auch in den Spielwelten der Kinder zeigen würde?

Ich sehe Bücher mit den wunderbarsten Bildern und Geschichten. Bücher, die das Tor zu vielfältigen Abenteuern und Geschichten sind. Bücher, die alle Kinder repräsentieren. Bücher, in denen alle Kinder sich als Held*innen wiedererkennen können. Ich sehe Bücher, in denen es keine Prinzessin gibt, die auf die Rettung durch ihren Prinzen wartet. Ich sehe starke Protagonist*innen aller Hautfarben. Protagonist*innen mit Behinderungen, verschiedenste Familienformen, Religionen und auch arme Menschen. Und alle in einer positiven, handlungsfähigen und selbstbestimmten Rolle. Ich sehe Spielzeuge und Puppen, die nicht ausschließlich weiß sind. Ich sehe Spielzeuge, die die Welt und ihre Vielfalt widerspiegeln. Kinder haben die Möglichkeit, sich in ihren Spielzeugen wiederzufinden, sich zu identifizieren und spielerisch die Welt zu entdecken.

Kinder beobachten und erlernen bereits in ihren ersten Lebensjahren gesellschaftliche Machtsysteme auf implizite Art und Weise. Continue reading

Wieso werden in den Medien immer die Täter*innen genannt, warum kenne ich nur ihre Namen?

Essay von Rigmor Franke

Beate Zschäpe, Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt, Anders Breivik – Namen, die nicht vergessen sind. Namen, die in den Medien oft abgedruckt und in den Nachrichten wiederholt wurden. Es gibt Filme und Dokumentationen, sowie Bücher und Artikel über sie.

Bahide Arslan, Yeliz Arslan, Ayşe Yılmaz – Namen, die ich in dem Vortrag von Ibrahim Arslan zum ersten Mal hörte. Drei Menschen, die durch einen rassistisch motivierten Anschlag starben. In der Nacht des 23. November 1992 wurde ein Brandanschlag auf zwei Familien in einem Haus ausgeübt. Die Familien hatten einen türkischen Hintergrund und zogen Mitte der 70er Jahre in die Kleinstadt Mölln.

Herr Arslan überlebte als Siebenjähriger, weil er in nasse Decken gewickelt war. Für seine Schwester, Cousine und Großmutter kam jede Hilfe zu spät. Continue reading

Antiziganismus. Über Stigmatisierung von Sinti*zze und Rom*nja

Essay von Jennifer Tamara Koch

„Antiziganismus bezeichnet einen spezifischen Rassismus gegen Sinti[*zze] und Roma[*nja] und umfasst verschiedene Ebenen, die ein Ergebnis jahrhundertealter Vorurteile sind: Zum einen werden Sinti[*zze] und Rom[*nja] mit dem Stigma »Zigeuner« oder Verwandter Bezeichnungen belegt. Darauf aufbauend werden den Angehörigen der Roma-Minderheiten vermeintlich von der Norm abweichende, widersprüchliche Eigenschaften […] zugeschrieben. Zuletzt beschreibt Antiziganismus die strukturelle und institutionalisierte Diskriminierung von Sinti[*zze] und Rom[*nja](NdM-Glossar 2020: Begriffsdefinition Antiziganismus).

Eine Erhebung der Bundeszentrale für politische Bildung aus dem Jahr 2014 ergab, dass europaweit in etwa 12 Millionen Sinti*zze und Rom*nja leben (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2014). Allein in der Bundesrepublik Deutschland konnten schätzungsweise 80.000 bis 140.000 Sinti*zze und Rom*nja erfasst werden (vgl. Antidiskrimierungsstelle des Bundes 2014). Obgleich Sinti*zze und Rom*nja seit Jahrhunderten zu unserer Gesellschaft gehören, ist der Alltag dieser nationalen Minderheiten von Stigmatisierungs-, Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen geprägt. Dieses soziale Phänomen, welches als Antiziganismus bezeichnet wird, stellt bis in die Gegenwart hinein ein massives weltweites Problem dar (vgl. End 2017: 6). Der Antiziganismus wird vielschichtig in der Gesellschaft – sowohl per exemplum bei Rechtsradikalen, bei Linken und in der Mitte praktiziert – und durch antiziganistische Ideologien legitimiert. Antiziganistische Einstellungen und Grundhaltungen finden sich aber nicht nur in gegenwärtig geführten Diskursen wieder, sondern lassen sich historisch seit dem Mittelalter nachweisen. Continue reading

Mölln 1992. Wieso wir Betroffenen unser Gehör schenken sollten

Beitrag von Mariama Ceesay

„Wieso wir Betroffenen unser Gehör schenken sollten, als ihre Stimmen zu ignorieren oder andere Menschen über sie sprechen zu lassen“ 

Ibrahim Arslan hat uns seine Geschichte erzählt. Ich bewundere diesen Mut, diese Kraft und diese Ausdauer. Ibrahim Arslan hat sich 1992 in seinem Wohngebäude mit seiner Familie befunden. Auf das Gebäude der Familie, in dem auch andere türkischstämmige Familien wohnten, wurde ein Brandanschlag von rassistischen Menschen verübt. Ibrahim hat den rassistisch motivierten Brandanschlag überlebt, seine kleine Schwester, seine Oma und seine Cousin überlebten nicht. Sie wurden ermordet. 1992 wurde also deutlich, dass Rassismus zum Tod führen kann, aber auch davor und danach wurden/werden Schwarze Menschen und PoC ermordet, weil sie Schwarze Menschen und PoC sind oder als diese gelesen wurden/werden.

Laut der Amadeu Antionio Stiftung sind es seit 1990 208 Todesopfer und 13 Verdachtsfälle. Diese Zahl ist wahrscheinlich aber auch noch höher. Continue reading

FAT OR AND PHAT

Essay von Jemina-Jane Idun

Einleitung

Seit Beginn der Menschheit gibt es Schönheitsideale, die sich geprägt vom Wandel der Zeit sowie anhand der führenden Kulturen der Welt definieren. Nichtsdestotrotz impliziert der Begriff Schönheitsideal, oft ein westlich genormtes Idealbild, welches es bestmöglich zu erfüllen gilt, um von der vorherrschenden Gesellschaft als „schön“ anerkannt zu werden. Individuen, die die erwünschte Ästhetik aufgrund von genetischen, sozialen oder individuellen Aspekten nicht erfüllen, galten in der Gesellschaft bis dato immer als zweitrangig. Um diese Diskrepanz von Akzeptanz auszugleichen, wurden verschiedene soziale Bewegungen ins Leben gerufen, die dazu auffordern die vorrangigen Schönheitsideale zu diskreditieren, um alle Körperformen und kulturelle Individualitäten gleichzustellen. Die Gleichstellung von Körperformen, und das Einfordern von Gleichberechtigung, stößt jedoch auf Kritik. Letztere besagt, dass eine Gleichstellung von Individuen lediglich eine Verherrlichung von negativen Merkmalen sei. In diesem Essay werde ich den Kernpunkt des Vortrages „Treffen sich zwei Schwarze, fette Menschen und reden über ihre Bäuche“ anhand von Quellen aufarbeiten. Insbesondere werde ich auf die Frage eingehen, ob die Body-Positivity-Bewegung Adiposität tatsächlich verherrlicht und erörtern, ob der Ursprung der Kritik aus einer gesellschaftlichen Fettphobie entspringt, welche die Erweiterung und Konsequenz von Anti-Schwarzem Rassismus ist.

Die Body-Positivity-Bewegung

Mit ihrem Ursprung in den USA ist die heutige Body-Positivity-Bewegung eine Weiterführung der Fat-Acceptance-Bewegung aus den 1960er Jahren. Letztere zielte darauf ab die weit verbreitete vorherrschende Fettfeindlichkeit zu beenden: „Fat acceptance focuses on ending the culture of fat-shaming and discrimination against people based upon their size or body weight” (Cherry 2020). Continue reading